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Pressemeldungen

Mit Flötenklängen durch das „Dorf der Sinne“ wandeln

Kaditzsch. Die Klangvielfalt und den Charme der gesamten Flötenfamilie präsentiert das Leipziger Quer?ötenensemble Quintessenz seit vielen Jahren zum Himmelfahrts-Wandelkonzert in der Denkmalschmiede Höfgen. Begleitet wird es von dem Schauspieler Günter Schoßböck, der als rezitierender Lockvogel, die Konzertbesucher durch die Höfgener Fluren führt. Das diesjährige Programm am 9. Mai steht unter dem Motto „An Ecken“ und vereint Werke von Schleiermacher, Debussy, Bizet, Mussorgsky, Schumann und Poulenc, die von Dichtung und Malerei inspiriert sind.
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Lämmermarkt lockt aufs Land

Gute Laune zwischen Folk und Lämmern – die beste Art den Mai zu begrüßen!

Grimma/Kaditzsch. Am 01. Mai von 11.00 bis 19.00 Uhr lädt das Künstlerhaus Denkmalschmiede Höfgen zum traditionsreichen „Lämmermarkt und Morristanzfest“ nach Kaditzsch ein. Seit über 30 Jahren, jeweils am 1. Tag des Wonnemonats wird das große Frühlingsfamilienspektakel zwischen Lämmern und Löwenzahn gefeiert. Was Gäste aller Generationen begeistert, ist der entspannte Mix aus mitreißender Musik, fröhlichem Marktreiben und Mega-Picknick in der Idylle des „Dorfes der Sinne“. Bekannt ist das Fest durch das traditionsreiche Morristanzritual: Die Tänze aus dem Süden Englands werden von Leipzig Morris, einer enthusiastischen Schar passionierter Tänzer, aufgeführt. Im historischen Kostüm, begleitet von Knopfakkordeon, Geige und Waldzither vollführen sie das Fruchtbarkeitsritual, bei dem nicht nur getanzt und gesprungen sondern auch mit Stöcken geschlagen wird, um den Winter endgültig auszutreiben. Daneben reicht das vielseitige Programm auf mehreren Bühnen vom Volkslied bis zum avantgardistischen Jazz, von Theateraufführungen über Walkacts bis zu Beat und Blasmusik. Zur guten Tradition gehört dabei auch der Auftritt der Lose Skiffle Gemeinschaft Leipzig Mitte, deren brandaktuelle Witze im musikalischen Gewand alljährlich auf eine jauchzende Fangemeinde treffen. Große und kleine Gäste werden zu mancherlei kreativer Beschäftigung animiert. Vom lebenden Lamm bis zur handgesponnnen Wolle, von Schafskäse bis Hammelbraten, Bio-Apfelsaft bis Bisongulasch ist das gesamte Sortiment der regionalen Land-Wirtschaft vertreten. Auch Kunst und Handwerk sind am Start mit origineller Keramik, betörendem Trödel, erlesenem Schmuck, Mode, Druckgrafik, Seifensiederei und Bürstenmacher. Zuguterletzt klingt des Fest am großen prasselnden Maifeuer mit entsprechend heißen Songs aus.

Alle, die sich einbringen möchten, sind herzlich willkommen, sollten sich aber zuvor telefonisch anmelden. Denkmalschmiede Höfgen, Teichstraße 11/12, 04668 Grimma, Tel.: 03437/ 98 77 0, service@hoefgen.de, www.hoefgen.de

Im Dorf der Sinne wird die Saison eingeläutet

Höfgen. Mit dem traditionellen Anwerfen des historischen Wassermühlenofens wird in Höfgen die Museumsaison eröffnet. Am Karsonnabend, dem 30. März werden erstmals im Jahr frische Brote sowie Zuckerkuchen aus dem altdeutschen Ofen des Museums angeboten. Die Wassermühle steht von April bis Oktober von Dienstag bis Sonntag in der Zeit zwischen 11.00 bis 17.00 Uhr für Besucher offen. Jeden ersten Sonnabend im Monat wird der historische Steinbackofen angeworfen. Dann begleitet das Semmelweib interessierte Besucher beim sinnlichen Dorfspaziergang durch das Muldedörfchen. Der Rundgang ist eine dreistündige Mischung aus Geschichte und fröhlichen Anekdoten sowie köstlichen Leckereien aus dem sächsischen Burgenland mit zahlreichen Pausen. Die Führung findet April bis Oktober jeden ersten Samstag im Monat ab 10 Uhr, dem darauffolgenden Mittwoch ab 15 Uhr sowie nach Vereinbarung statt. Los geht es am 06. April. Tickets gibt es ausschließlich für 17,00 Euro im Vorverkauf in der Stadtinformation am Markt 3 in Grimma oder im Hotel „Zur Schiffsmühle“ in Höfgen. . Der „Kulinarischer Dorfspaziergang“ wurde als beste Tourismusmarketing-Idee 2012 aus „Sachsens Dörfern“ ausgezeichnet.

Ab Karfreitag verkehrt die Muldenschifffahrt täglich zwischen Grimma, Nimbschen und Höfgen. Zudem nimmt die Gierseilfähre zwischen Nimbschen und Höfgen ihren Betrieb auf. Porträt: Technische Schauanlage Wassermühle Höfgen

Im historischen Muldedörfchen Höfgen, mit seiner auf einer Porphyrkuppe gelegenen Dorfkirche und den sieben Gehöften verschiedenen Alters, befindet sich die technische Schauanlage "Wassermühle". Die Wassermühle wurde 1721 erstmalig urkundlich erwähnt und war bis 1954 als Getreidemühle in Benutzung. Die Mühlentechnik wird durch ein oberschlächtiges Wasserrad angetrieben. Durch Zahnräder, Wellen und Riemen erfolgt die Kraftübertragung auf die Mahlwerke. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Technik u. a. durch eine Transmission, einen Walzenstuhl und Elevatoren ergänzt. Seit 1976 ist die Mühle als Museum der Öffentlichkeit zugänglich. Sie vermittelt auf anschauliche Art und Weise einen Einblick in die funktionsfähige Mahltechnik und die damaligen Arbeits- und Lebensbedingungen der Müllersleute. Der oberschlächtige Mühlenantrieb, bei dem das notwendige Wasser über ein Gerinne von oben zugeführt wird, ist eine Erfindung des späten Mittelalters und in Deutschland erst seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar. Eine kleine museale Ausstellung im Ober- und Dachgeschoss vermittelt einen ungefähren Eindruck von der Zeit um 1800. "Picke", "Kerbholz", "Kiepe" und "Kleiekotzer", diese Begriffe sollen nicht in Vergessenheit geraten.

Kontakt:
Historisches Gasthaus "Zur Wassermühle" und Technische Schauanlage | Höfgener Dorfstraße 8/10 | 04668 Grimma/Höfgen | Tel.: 034 37/ 91 71 53, Museum Tel: 034 37/ 70 75 72

Beste sächsische Tourismusmarketing-Idee 2012 kommt aus Höfgen
Marketingpreis aus „Sachsens Dörfern“ für den „Kulinarischen Dorfspaziergang“

Oberbürgermeister Matthias Berger (l.) und das Semmelweib Heike Raubold (m.) nehmen stellvertretend für die Höfgener Akteure den Marketingpreis 2012 von Udo Delinger von der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH entgegen.

Dresden/Höfgen. Höfgen, ein Ortsteil von Grimma und Mitglied der Anbietergemeinschaft „Urlaub in Sachsens Dörfern“, erhielt den Marketingpreis 2012 der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH (TMGS). Das touristische Angebot „Kulinarischer Dorfspaziergang Höfgen – Allerlei Sinniges für Leib und Seele“ war zuvor von einer fünfköpfigen Fachjury ausgewählt worden. „Gesucht und gefunden wurde eine Marketingidee, die ein hohes Maß an Innovation, Kreativität und gute Chancen für einen Markterfolg aufweist.“, so Udo Delinger, Leiter Marketing Deutschland der TMGS.

Mit dem „Kulinarischen Dorfspaziergang“ konzipierten die beteiligten Einwohner, Gastronomen, Hoteliers, Selbstvermarkter und Touristiker Höfgens eine dreistündige Mischung aus Wissenswertem zur Dorfgeschichte und den zahlreichen Sehenswürdigkeiten sowie köstlichen Leckereien aus dem sächsischen Burgenland. Damit überzeugten sie die Fachjury, der neben Marketingfachleuten auch ein Vertreter des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft angehörte. „Der Vorschlag aus Höfgen verknüpft typische Dorfqualitäten mit dem Kulinarik-Trend im Tourismus. Er ergänzt die bisherigen Erlebnisangebote und untersetzt damit die „Dorf der Sinne“-Thematik. Das Angebot trägt zur Steigerung der Wertschöpfung (Ankünfte, Übernachtungen, Umsätze) bei, da es verschiedene Anbieter miteinander verbindet und sich an Tages- und Übernachtungsgäste richtet.“, heißt es in der Jurybewertung. Beim Marketingpreis handelt es sich um einen künstlerisch gestalteten Award des Dresdner Bildhauers Thomas Reimann. Gleichzeitig geht er mit einer fachkundigen Unterstützung der PR-Aktivitäten zur Kommunikation des „Kulinarischen Dorfspazierganges“ einher. Diese umfassen u.a. eine eigene Seite in der aktuellen Angebotsbroschüre „Lust auf Land“ der TMGS.

Frisches Brot aus dem historischen Backofen der Wassermühle ist eine der Stationen. Foto: Redok Art/David Rieger

Der Kulinarische Dorfspaziergang

Spazieren und Probieren mit dem Semmelweib durch eines der schönsten Dörfer Sachsens, das bedeutet: überraschende und regionale Freuden und allerlei Sinnliches für Leib und Seele. Das Höfgener Semmelweib begleitet die Gruppe durch das Muldedörfchen.


Termine 2013 von April bis Oktober:
jeden ersten Sonnabend ab 10 Uhr
6. April, 4. Mai, 1. Juni, 6. Juli, 3. August, 7. September, 5. Oktober

und den darauffolgenden Mittwoch ab 15 Uhr
9. April, 8. Mai, 5. Juni, 10. Juli, 7. August, 11. September, 8. Oktober
sowie nach Vereinbarung

Tickets gibt es ausschließlich im Vorverkauf. Die Eintrittskarten sind in der Stadtinformation am Markt 3 in Grimma oder im Hotel “Zur Schiffsmühle” in Höfgen erhältlich.

Sinnliches Höfgen wirbt auf der Grünen Woche

Grimma/Berlin. Vom 18. bis 27. Januar 2013 präsentieren sich Grimmaer Firmen, Touristiker und Selbsterzeuger auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin, der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Am Stand des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft möchte die Stadt Grimma mit dem zertifizierten Urlaubsdorf Höfgen „Lust auf Land“ machen. Mit besonderen Reiseangeboten, Veranstaltungen sowie Rad-, Wander- oder Bootsausflügen an und auf der Mulde soll für die Region geworben werden. Laut Ausstellerverzeichnis buchten der Großbardauer Mühlenhof und die Fensterprofis „Perfecta“ aus Grimma einen Stand auf der Messe. Zudem stattet die Grimmaer Hoheit, die Nerchauer Gänsekönigin, im Verbund des sächsischen Bauernverbandes der Messe einen Besuch ab.

Pünktlich zur Grünen Woche erschien die neue Angebotsbroschüre „Lust auf Land“ der Anbietergemeinschaft „Urlaub in Sächsischen Dörfern“. Der 86-seitige Katalog stellt die 19 zertifizierten orte vor und bietet dazu passende buchbare Angebote. Die Broschüre ist in der Stadtinformation am Markt 3 erhältlich. Betreut wird das Projekt im Rahmen des „Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen 2007 – 2013“ durch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen. Der Grimmaer Ortsteil Höfgen ist 2009 als eines der vier besten Dorfentwicklungsvorhaben im Wettbewerb „Sachsens Themendörfer“ ausgezeichnet worden. Es folgte die Aufnahme in die Interessengemeinschaft „Sachsens Schönste Dörfer“ im Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V., bei der die Baukultur und Architektur im Vordergrund steht, und die Zertifizierung als „Sächsisches Urlaubsdorf“. Das „Erleben mit allen Sinnen“ steht im Fokus einer Entdeckungsreise durch den kleinen Ort.

Besinnlicher Voradvent in Höfgen

Höfgen. Rascheln, Riechen, Rasten heißt es am „Wochenende voller Sinnesverführungen“. Der Voradvent am 24. und 25. November lädt ein, sich bei allerlei vorfestlichen Freuden und Genüssen auf die Adventszeit einzustimmen. Die alte Tradition der „Offenen Kerzenwerkstatt“ wird rund um das historische Gasthaus und dem gleichnamigen Museum „Wassermühle“ mit einem zweitägigen Markttreiben fortgesetzt. Jeweils von 11.00 bis 18.00 Uhr laden Kreative und Geschickte in die Nischen und Stuben des Gasthofes "Zur Wassermühle" ein. Verführerischer Duft nach Stollen und frisch gebackenem Brot aus dem historischen Mühlenofen, Kesselgulasch und Mühlenpunsch schwebt über dem „Dorf der Sinne“. Handwerker, wie der Korbmacher, der Töpfer, der Handschuhmacher, Mode-Avantgardisten, die Schmuckkünstler oder die Puppennäherin, die dem Ort mit der Ziege Hulda einen ganz besonderen Glücksbringer bescherte, freuen sich auf die Besucher. Der kleine Markt wird durch einen Dritten-Welt-Laden mit Produkten aus Gambia bereichert.

Ein Markt für die Sinne

Höfgen. Schmackhaftes, Dekoratives oder Einzigartiges präsentieren Handwerker aus der näheren und weiteren Umgebung am 22. und 23. September zwischen Wassermühle und Dorfkirche. Jeweils von 11 bis 18 Uhr lädt das „Dorf der Sinne“ zum Entdecken ein.

Vor allem wird auf Originalität, Rationalität und Qualität geachtet. Die Palette umfasst handgeflochtene Körbe, Gefilztes und Genähtes, liebevoll gestaltete Schmuckstücke oder selbstgemachte Handschuhe, Farben aus Naturprodukten und vieles mehr. Ein kreatives und amüsantes Familienprogramm begleitet den Markt. Es darf mit Naturmaterialien experimentiert werden und wer Lust hat kann den Maler, der Wollspinnerin oder dem Korbflechter über die Schulter schauen oder aus altdeutschen Mühlenofen Brot und Zuckerkuchen kosten. Die Neunitzer Bisonfarm, der Höfgener Ziegenhof und das Gasthaus „Zur Wassermühle“ sorgen für das leibliche Wohl. In der Dorfkirche und im Museum Wassermühle werden Führungen angeboten.

Neues buchbares Angebot in Höfgen:
Wanderbare Spezialitäten im Dorf der Sinne

Höfgen. Dem Dorf der Sinne auf den Geschmack kommen: Ab September gibt es im zertifizierten Urlaubsdorf Höfgen einen neuen sinnlichen Dorfspaziergang, bei dem der Geschmack nicht auf der Strecke bleibt. Der erste Probelauf erfolgt am Sonnabend, dem 08. September ab 10.00 Uhr. Eine zweite Runde wird am Sonnabend, dem 06. Oktober ebenfalls ab 10.00 Uhr angeboten. Spazieren und Probieren mit dem Semmelweib durch das Dorf der Sinne, das bedeutet: überraschende und regionale Freuden und allerlei Sinnliches für Leib und Seele. Die dreistündige Tour führt an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei. Das Höfgener Semmelweib, alias Gästeführerin Heike Raubold, begleitet die Gruppe durch das Muldedörfchen. Gestartet wird am Zentralparkplatz. Eine enge Gasse führt zur historischen Wassermühle. Im altdeutschen Steinbackofen des Museums werden heute noch Laibe und Kuchen gebacken. Bei amüsanten Mühlengeschichten bleibt eine Kostprobe des sagenumwobenen Kräuterlikörs und einer sächsischen Fettbemme nicht aus. Die Tour gewährt anschließend einen Blick in den ältesten Hof des Dorfes. Der Biobauer hält hier zahlreiche Ziegen. Da ist es nicht fern, dass auch Zickiges kredenzt werden kann. Immer der Nase nach führt die Route zum Mühlen-Kräutergarten. Zu allerlei Ratsamem, Duftendem und Wissenswertem gibt es ein Schluck von den Erzeugnissen der wilden Streuobstbäume. Durch das malerische Dickicht fällt das einsame Fährhaus sofort ins Auge. Hier, an der Muldefähre darf man sich über Herzhaftes aus Feld und Flur freuen. Gestärkt setzt die gutgelaunte Gruppe den Spaziergang in Richtung Schiffmühle fort. Von Weitem steigt der Duft einer zünftigen Suppe in die Nase. Die Schiffsmüller-Köche lassen sich je nach Jahreszeit etwas ganz Spezielles einfallen. Möchte man kurz pausieren, ist das an der Hotelanlage möglich. Für die Ehrgeizigen geht es gut vierzig Stufen empor in den Jutta-Park. Der magische Landstrich hat einige spannende Geschichten zu erzählen. Neben einem klingenden Turm und zahlreichen Skulpturen, erhält man in der romantischen Parkanlage Raffiniertes aus der Kiepe des Semmelweibes. Zurück im Dorf geht es in Richtung Pestfriedhof. Kurz zuvor, im Erlebnisgarten, ist der Tisch schon gedeckt: Mit Gebackenem und Heißem wird die Wanderung noch einmal richtig versüßt. Zum Abschluss erklingen in der Dorfkirche sinnliche Melodien der Orgel. Tickets gibt es für 17 Euro ausschließlich im Vorverkauf. Die Eintrittskarten sind in der Stadtinformation am Markt 3 in Grimma oder im Hotel „Zur Schiffsmühle“ in Höfgen erhältlich.

„Lämmermarkt & Morristanzfest“ finden am 1. Mai als Benefizveranstaltung zur Rettung der Denkmalschmiede Höfgen statt

Grimma/Kaditzsch. Der Lämmermarkt 2012 findet statt. Das ist die gute Nachricht, die die Gesellschaft für Landeskultur e.V., Förderverein der Denkmalschmiede Höfgen, in letzter Minute verkünden kann. Das ist Dank der großen Hilfsbereitschaft vieler Künstler, Firmen und Privatpersonen möglich, die sich dafür engagieren wollen, dass die über 30-jährige Fest-Tradition am 1. Mai in Höfgen-Kaditzsch bei Grimma nicht abreißt.

Da die Zukunft der Denkmalschmiede Höfgen aber nach wie vor völlig ungewiss ist, weil der Kulturraum Leipziger Raum seine langjährige institutionelle Förderung der Einrichtung eingestellt hat, wird die Veranstaltung einen etwas anderen Charakter haben.

Mitglieder des Fördervereins organisieren das Fest ehrenamtlich als Benefizveranstaltung für die Wiederbelebung der Kultur in Kaditzsch. Zahlreiche Musiker und Künstler fanden sich bereit, den Zweck mit ihrem Beiträgen zu unterstützen, darunter die seit Jahren geradezu zum „Inventar des Festes“ zählende Lose Skiffle Gemeinschaft, die Tanzgruppe Leipzig Morris und die Gaukler von Raduga. Auch die irische Folkband „Don’t go slow“ hat sich angesagt. Zu erwarten sind weitere spontane Beiträge zwischen Händlern, Lamas und Lämmern.

Alle, die sich einbringen möchten, sind herzlich willkommen, sollten sich aber zuvor telefonisch anmelden.

Der Vereinsvorstand möchte mit der Veranstaltung ein hoffnungsvolles Signal für die Zukunft setzen, aber auch auf bereits eingetretene Schäden und drohende Verluste verweisen, die aus dem Kulturfördermittel-Stopp resultieren.

Ein Gesprächsforum und eine Ideenbörse bieten am Rande der Veranstaltung Gelegenheit, über die Situation der Kultureinrichtung und mögliche Perspektiven zu diskutieren.

Apfelbäume und Rapsfelder haben soeben ihre ersten Blüten geöffnet – Lamas und Lämmer springen schon voller Erwartung im Gelände herum. Die Veranstalter freuen sich auf ein spontanes, ermutigendes Fest zwischen Markttreiben und Löwenzahn, Sonnenbad und Maifeuer, Picknick und Musik am 1. Mai von 11-19 Uhr auf dem Festgelände in Kaditzsch.

Eintritt frei
Erbeten sind Spenden für den Erhalt der Denkmalschmiede Höfgen in Höhe des Vorjahres-Eintritts (€ 8,-, Kinder 4,-, Familien 20,-)

Info: www.hoefgen.de

Gesucht: Beste Marketing-Idee für Sachsens Dörfer

Um das Angebot der Anbietergemeinschaft "Urlaub in Sachsens Dörfern" für Reisende noch attraktiver zu machen, hat sich die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) für dieses Jahr etwas ganz Besonderes ausgedacht. Gesucht werden touristisch innovative Ideen, die sich kurzfristig umsetzen lassen und das Reiseangebot "Sachsens Dörfer" noch weiter aufwerten. Für den originellsten Vorschlag ist ein Marketingpreis ausgelobt.

Die Bewohner, Dienstleister und Tourismusexperten sind aufgerufen, ihre Ideen bis zum September einzureichen. Wichtig dabei: Die Vorschläge sollen zur Verbesserung des Images und der Erhöhung des Bekanntheitsgrades des Projektes „Dorf der Sinne“ sowie zur Steigerung der touristischen Wertschöpfung (Ankünfte, Übernachtungen, Umsätze) beitragen. Denkbar sind zum Beispiel Vorschläge wie eine thematische Fahrradtour durchs Dorf, eine kulinarische Wanderroute oder Angebote speziell für Familien und Großeltern mit Enkelkindern.

Kontakt:
Stadt Grimma
Projektkoordination “Dorf der Sinne”
Sebastian Bachran
Markt 16/ 17
04668 Grimma
Tel.: 03437/ 98 58 215
eMail: bachran.sebastian@grimma.de
www.sachsensdoerfer.de

Saisonauftakt im Dorf der Sinne

Der altdeutsche Backofen im Museum
Wassermühle Höfgen
Foto TMGS/Sylvio Dittrich

Höfgen. Mit dem traditionellen Anwerfen des historischen Wassermühlenofens wird in Höfgen die Museumsaison eröffnet. Erstmalig in diesem Jahr gibt es am Sonnabend, dem 31. März frisches Brot sowie Zuckerkuchen aus dem Ofen des Museums. Zudem werden ab 12.00 Uhr Fettbemmchen gereicht. Die Wassermühle steht dann von April bis Oktober von Dienstag bis Sonntag in der Zeit zwischen 11.00 bis 17.00 Uhr für Besucher offen. Jeden ersten Sonnabend im Monat wird der altdeutsche Steinbackofen angeworfen. Das nächste öffentliche Schaubacken findet am 07. April statt.

Porträt: Technische Schauanlage Wassermühle Höfgen

Im historischen Muldedörfchen Höfgen, mit seiner auf einer Porphyrkuppe gelegenen Wehrkirche und den sieben Gehöften verschiedenen Alters, befindet sich die technische Schauanlage "Wassermühle".

Die Wassermühle wurde 1721 erstmalig urkundlich erwähnt und war bis 1954 als Getreidemühle in Benutzung. Die Mühlentechnik wird durch ein oberschlächtiges Wasserrad angetrieben. Durch Zahnräder, Wellen und Riemen erfolgt die Kraftübertragung auf die Mahlwerke. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Technik u. a. durch eine Transmission, einen Walzenstuhl und Elevatoren ergänzt. Seit 1976 ist die Mühle als Museum der Öffentlichkeit zugänglich. Sie vermittelt auf anschauliche Art und Weise einen Einblick in die funktionsfähige Mahltechnik und die damaligen Arbeits- und Lebensbedingungen der Müllersleute. Der oberschlächtige Mühlenantrieb, bei dem das notwendige Wasser über ein Gerinne von oben zugeführt wird, ist eine Erfindung des späten Mittelalters und in Deutschland erst seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar.

Eine kleine museale Ausstellung im Ober- und Dachgeschoss vermittelt einen ungefähren Eindruck von der Zeit um 1800. "Picke", "Kerbholz", "Kiepe" und "Kleiekotzer", diese Begriffe sollen nicht in Vergessenheit geraten.

Kontakt:
Historisches Gasthaus "Zur Wassermühle" und Technische Schauanlage
Höfgener Dorfstraße 8/10
04668 Grimma/Höfgen
Tel.: 034 37/ 91 71 53
Museum Tel: 034 37/ 70 75 72

Landtourismus-Fachtagung von DVS und LfULG

Eines der schönsten Dörfer
Sachsens: Höfgen
Foto TMGS/Sylvio Dittrich

Urlaub und Freizeitgestaltung auf dem Land werden immer mehr zum Trend. Der Wunsch vieler Menschen nach Ruhe vor Krisenszenarien und Erholung in der Natur lässt ländliche Ziele zunehmend attraktiver werden. Davon kann der Tourismus im ländlichen Raum profitieren. Unter dem Motto »Lust aufs Land – Neue Wege im Landtourismus« veranstalten das LfULG und die Deutsche Vernetzungsstelle Ländlicher Räume (DVS) vom 19.-20. April 2012 eine bundesweite Tagung im Kloster Nimbschen (Stadt Grimma). Ziel ist es, zukünftige Chancen und Potenziale von Urlaubs- und Freizeitangeboten auf dem Land zu diskutieren.

Tourismusexperten geben einen Überblick über Angebot und Nachfrage im deutschen Landtourismus sowie die Auswirkungen gesellschaftlicher Trends auf die Tourismusbranche. In sechs Workshops stehen unter anderem der Dorftourismus, die Vernetzung von Regional- und Tourismusentwicklung sowie Trends beim »Urlaub auf dem Bauernhof« im Mittelpunkt. Gastreferenten aus Frankreich und Österreich bereichern das Programm um internationale Erfahrungen. Am zweiten Veranstaltungstag bieten zwei Exkursionen Einblick in Erfolg versprechende landtouristische Angebote aus dem Muldental mit dem „Dorf der Sinne“, dem »Land des Roten Porphyr« und dem »Leipziger Neuseenland«.

Die Veranstaltung richtet sich an landtouristische Leistungsträger, Tourismusverbände, Kommunen, Regionalmanager sowie Vertreter der Verwaltung und Regionalentwicklung/Wirtschaftsförderung. Das Programm ist im Internet verfügbar.

www.netzwerk-laendlicher-raum.de